Verzögerte M4-Max-Lieferungen deuten auf baldiges M5-MacBook-Pro-Upgrade hin

19. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
14-Zoll-M5-MacBook-Pro von Apple aufgeklappt auf einem Schreibtisch

Ambitionierte Mac-Nutzerinnen und -Nutzer könnten das nächste MacBook-Pro-Upgrade früher sehen als erwartet.

Apple schweigt offiziell, doch der Online-Store sendet klare Signale.

M4-Max-MacBook-Pro rutscht in den Februar

MacRumors hat festgestellt, dass mehrere High-End-Konfigurationen des MacBook Pro nicht mehr sofort lieferbar sind. Wer heute ein 14- oder 16‑Zoll‑MacBook Pro mit M4 Max bestellt, bekommt aktuell Liefertermine zwischen dem 3. und 24. Februar, abhängig von der Konfiguration.

Viele Varianten mit M4 Pro sind dagegen weiterhin für eine Lieferung am gleichen oder nächsten Tag verfügbar. Erst mit Extras wie mehr RAM oder dem Nano-Texture-Display verlängern sich die Lieferzeiten um einige Tage.

Diese Trennung ist auffällig. In der Vergangenheit waren mehrwöchige Lieferverzögerungen bei bestimmten Modellen häufig ein Hinweis darauf, dass Apple die Produktion drosselt oder einstellt, um Platz für neue Hardware zu schaffen. Garantiert ist das nicht – aber es ist ein bekanntes Muster.

Die naheliegende Interpretation: Apple macht Platz für M5 Pro- und M5 Max-Versionen des 14‑ und 16‑Zoll‑MacBook Pro, nachdem im vergangenen Jahr lediglich das Einstiegs‑14‑Zoll‑Modell mit einem M5 ausgestattet wurde.

28. Januar als möglicher Starttermin

Zeitlich würde ein Upgrade gut zu einem bereits angekündigten Produktlaunch passen. Apple hat kürzlich das Abo‑Paket Creator Studio vorgestellt, das sich klar an unabhängige Video‑, Audio‑ und Bild‑Creator richtet.

Für 13 US‑Dollar pro Monat bzw. 130 US‑Dollar pro Jahr bündelt Creator Studio:

  • Final Cut Pro
  • Logic Pro
  • Pixelmator Pro
  • Erweiterungen für Pages, Numbers und Keynote
  • sowie einige kleinere Zusatzinhalte

Keine dieser Apps erfordert zwingend ein MacBook Pro, doch alle profitieren deutlich von mehr CPU‑ und GPU‑Leistung, mehr RAM und schnellerem Speicher – genau den Stärken der High-End‑MacBook‑Pro‑Modelle.

Apple könnte also durchaus den Start von Creator Studio am 28. Januar nutzen, um gleichzeitig neue M5‑Pro/M5‑Max‑MacBook‑Pros zu präsentieren und den Creator‑Fokus zu unterstreichen.

Nicht nur ein RAM‑Problem

Eine alternative Erklärung für die Verzögerungen sind Komponentenengpässe. Die Branche kämpft weiterhin mit AI‑getriebener Nachfrage nach Arbeitsspeicher, und Apple hat gute Gründe, knappe Ressourcen zunächst in die weit verbreiteten Basis‑M4- und M5‑Chips statt in die größeren und komplexeren Max‑Varianten zu stecken.

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Der Mac Studio ist das einzige weitere Gerät mit M4 Max und vergleichbaren RAM‑Optionen – und dort sind aktuell keine ähnlichen Lieferverzögerungen zu erkennen.

Wären ausschließlich RAM‑Engpässe der Auslöser, müsste sich das auch im Mac Studio bemerkbar machen. Dass nur die MacBook‑Pro‑Linie betroffen ist, spricht eher dafür, dass Apple hier gezielt einen Modellwechsel vorbereitet.

2026 könnte zum großen Mac‑Jahr werden

Ein M5‑Upgrade für die MacBook Pros würde in eine ohnehin ungewöhnliche Mac‑Generation fallen.

Im vergangenen Jahr erhielt lediglich das günstigste 14‑Zoll‑MacBook‑Pro ein Update auf den M5. Das steht im krassen Gegensatz zu den M3‑ und M4‑Generationen, die nahezu gleichzeitig alle MacBook‑Pro‑Modelle sowie iMac und Mac mini erfasst hatten.

Anfang 2026 warten damit eine ganze Reihe von Macs auf eine M5‑Aktualisierung:

  • High-End‑MacBook Pro (aktuell M4 Pro / M4 Max)
  • MacBook Air
  • Mac mini
  • iMac
  • Mac Studio
  • Mac Pro Tower

Im Apple‑Silicon‑Zeitalter hat Apple bereits mehrfach gezeigt, dass bestimmte Modelle Chip‑Generationen überspringen – vor allem bei den Desktop‑Macs. Während MacBook Pro und Air meist mit jeder neuen Chipfamilie aktualisiert werden, haben die stationären Geräte jeweils mindestens eine Generation ausgelassen.

Laut Berichten von Mark Gurman (Bloomberg) steht der Mac Pro zudem generell infrage. Selbst wenn Apple einen M5 Ultra für den Mac Studio bringt, ist keineswegs sicher, dass der Mac Pro – derzeit noch mit M2 Ultra – diesen Chip jemals sieht.

Neues Einstiegs‑MacBook mit A‑Serie in Arbeit

Am unteren Ende der Produktpalette soll Apple außerdem an einem völlig neuen Einsteiger‑Mac mit einem A‑Serien‑Prozessor auf iPhone‑Niveau arbeiten – also ohne M‑Serie.

Dieses Gerät soll den M1 MacBook Air ablösen, den Apple selbst zwar nicht mehr verkauft, der in den USA aber weiterhin bei Walmart für 599 US‑Dollar angeboten wird. Auf der Walmart‑Website wird dieses Modell aktuell als „low stock“ geführt.

Geht man von den aktuellen Berichten aus, dürfte der Nachfolger:

  • beim bewährten 13‑Zoll‑Formfaktor bleiben
  • vermutlich weiterhin 8 GB RAM bieten – aus Sicht von 2026 eher knapp
  • rund 400 US‑Dollar günstiger sein als das Einstiegsmodell des M4 MacBook Air

Damit hätte Apple wieder ein echtes Budget‑Notebook im Portfolio, das sich an Kundinnen und Kunden richtet, die heute meist bei günstigen Windows‑Laptops oder Chromebooks landen.

In Summe deutet vieles auf eine Mac‑Palette kurz vor einem größeren Umbruch hin: M5 Pro/Max für die MacBook Pros, überfällige M5‑Updates für die Desktops und ein neuer, besonders günstiger Mac mit A‑Chip. Wenn die aktuellen Lieferzeiten ein Indikator sind, fällt der erste Dominostein eher früher als später.

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