Shopify-Konkurrent Swap Commerce sichert sich 100 Millionen Dollar nur sechs Monate nach 40-Millionen-Runde

7. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
Laptop mit geöffneter Online-Modeboutique und Symbolen für globalen E-Commerce

Der E-Commerce-Newcomer Swap Commerce gibt beim Fundraising weiter Vollgas.

Das in London und New York ansässige Unternehmen hat eine neue Finanzierungsrunde über 100 Millionen Dollar eingesammelt, nur sechs Monate nachdem es eine Serie-B-Runde über 40 Millionen Dollar unter Führung von Iconiq abgeschlossen hatte.

An der neuen Runde beteiligt sich nun auch der Wagniskapitalgeber DST Global, während Iconiq sein Engagement bei dem jungen E-Commerce-Infrastruktur-Anbieter ausbaut.

Swap Commerce wurde 2022 gegründet und bietet eine KI-gestützte Plattform, mit der Marken ihre Webshops aufbauen und zentrale Prozesse steuern können: grenzüberschreitende Transaktionen, Bestandsmanagement und Retourenabwicklung. Ziel ist es, internationale Online-Verkäufe ohne Flickenteppich aus Einzellösungen zu ermöglichen.

Besonders gut kommt die Plattform bei Luxusmode-Marken an. Diese nutzen Swap, um in neue Märkte zu expandieren und gleichzeitig Logistik und Kundenerlebnis eng zu steuern. Das Unternehmen adressiert gezielt Marken, die ihre Produkte von Anfang an global vertreiben wollen.

Zu der aktuellen Bewertung wollte sich Swap nicht äußern. Dennoch lassen Umfang und Tempo der neuen Runde Rückschlüsse auf das Vertrauen der Investoren zu: 100 Millionen Dollar so kurz nach einer 40-Millionen-Serie-B sind für ein erst 2022 gegründetes Unternehmen alles andere als üblich.

Gleichzeitig steht Swap im Wettbewerb mit Schwergewichten wie Shopify, dem kanadischen E-Commerce-Riesen, der das Segment lange geprägt hat. Während Shopify vor allem kleine und mittlere Händler adressiert, setzen Herausforderer wie Swap auf KI-native Funktionen und integrierte Cross-Border-Features, um wachstumsstarke, international ausgerichtete Marken zu gewinnen.

Für den deutschsprachigen Markt, in dem viele Modemarken und D2C-Brands ihre Internationalisierung vorantreiben, dürfte Swap damit zu einem interessanten neuen Infrastruktur-Player werden – vorausgesetzt, das Unternehmen kann den aktuellen Investorenhype in nachhaltige Marktanteile gegenüber etablierten Plattformen wie Shopify ummünzen.

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