Intel entwickelt eine Handheld-Gaming-Plattform mit speziellem Chip

6. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
Konzeptgrafik eines Intel-Panther-Lake-Chips für Handheld-Gaming-Geräte

Intel nimmt den Handheld-Gaming-Markt ins Visier – mit eigener Plattform und eigenem Chip.

Auf der CES 2026 kündigte Daniel Rogers, Vice President und General Manager für PC-Produkte bei Intel, eine neue Plattform für portable Gaming-Geräte an. Sie soll sowohl Hardware als auch Software umfassen und einen dedizierten Chip enthalten, der speziell für Handheld-Konsolen ausgelegt ist.

Technische Basis ist die neue Intel-Core-Series-3-Generation mit dem Codenamen Panther Lake. Diese Prozessoren wurden im vergangenen Jahr vorgestellt und werden derzeit in verschiedenen PCs ausgerollt. Innerhalb dieser Familie plant Intel eine Variante, die gezielt auf Handheld-Gaming optimiert ist. IGN berichtete zuerst darüber, TechCrunch ließ sich die Pläne von Intel bestätigen.

Panther Lake ist zugleich die erste Produktlinie, die auf Intels 18A-Fertigungsprozess setzt, der 2025 in Produktion ging. Damit steht das Handheld-Projekt weit vorne auf der Roadmap und nutzt die aktuellste Fertigungstechnologie des Konzerns.

Intel ist im Gaming-Bereich kein Unbekannter: Seit den 1990er-Jahren liefert das Unternehmen Prozessoren für Gaming-PCs und hat 2022 mit den Intel-Arc-GPUs seine Ambitionen im Grafiksegment verstärkt. Der Markt für Handheld-PCs – also Geräte im Stil eines Steam Deck, zwischen Konsole und Notebook – wird bislang jedoch klar von AMD dominiert.

Viele aktuelle Handhelds setzen auf AMD-Chips. AMD nutzte die CES ebenfalls für Neuigkeiten und stellte den Ryzen 7 9850X3D für Gaming-PCs vor, ergänzt um neue Raytracing- und Grafiktechnologien.

Vor diesem Hintergrund wirkt Intels Einstieg nicht wie ein Experiment, sondern wie der Versuch, AMD in einem seiner Kernsegmente herauszufordern.

Konkrete Daten lässt Intel allerdings noch offen: Es gibt weder einen öffentlichen Zeitplan für die Auslieferung des dedizierten Handheld-Chips noch Details zu beteiligten OEM-Partnern oder zur Software-Schicht, die über das klassische Windows-Gaming hinausgehen könnte. Rogers stellte lediglich in Aussicht, dass Intel im Laufe des Jahres weitere Informationen zu seinen Handheld-Gaming-Produkten veröffentlichen wird.

Eines ist aber klar: Wenn Handheld-PCs zum Massenmarkt werden, will Intel nicht nur CPU-Zulieferer bleiben. Das Unternehmen zielt auf eine komplette Plattform, die Hersteller übernehmen und unter eigener Marke vertreiben können – und eröffnet damit die nächste Runde im Duell Intel gegen AMD im mobilen PC-Gaming.

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