Subtle bringt 199-Dollar-Ohrhörer mit Sprachisolierung vor der CES 2026 auf den Markt

5. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
Subtle-Ohrhörer mit Ladetui auf einem Tisch

Das Voice-AI-Startup Subtle wagt den Sprung von reiner Software in eigene Hardware.

Das Unternehmen, das Sprachisolierungsmodelle für laute Umgebungen entwickelt, hat kurz vor der CES in Las Vegas seine ersten kabellosen Ohrhörer vorgestellt. Die sogenannten "Voice Buds" sollen für klarere Gespräche und präzisere Transkriptionen von Sprachnotizen sorgen.

Subtle will die Ohrhörer in den kommenden Monaten in den USA ausliefern. Der Preis liegt bei 199 US‑Dollar, inklusive einer einjährigen Nutzung der Subtle-App für iOS und Mac.

Im Paket aus Ohrhörern und App sieht Subtle einen vollständigen Sprach-Workflow: Nutzerinnen und Nutzer können Sprachnotizen aufnehmen, Text diktieren und mit einer KI chatten, ohne zur Tastatur zu greifen. Ein speziell entwickelter Chip in den Ohrhörern kann laut Subtle ein gesperrtes iPhone aufwecken, sodass Sprachbefehle komplett freihändig möglich sind.

Damit positioniert sich Subtle direkt gegen KI-gestützte Diktier-Apps wie Wispr Flow, Willow, Monolouge und Superwhisper. Der Unterschied: Die Hardware ist auf Sprachisolierung optimiert, sodass sich Text in beliebige Apps – von E-Mail bis Messenger – diktieren lässt, auch wenn es im Hintergrund laut ist.

Das Unternehmen behauptet, dass die Kombination aus Ohrhörern und eigenen Modellen fünfmal weniger Transkriptionsfehler produziert als AirPods Pro 3 zusammen mit dem Transkriptionsmodell von OpenAI. In einer von TechCrunch gesehenen Demo konnten die Ohrhörer in einer sehr lauten Umgebung verständliches Audio erfassen und in lesbaren Text umwandeln. In einem weiteren Test flüsterte Subtle-Mitgründer und CEO Tyler Chen eine Sprachnotiz; das System erkannte den Inhalt trotzdem.

„We are seeing that there is a huge move towards voice as a new interface that a lot of folks are adopting. You can do much more with voice in a natural way than with a keyboard. However, we saw that voice is rarely an interface people use when others are around. So that using our noise isolation model, we will give consumers a way to experience a voice interface in the form of our earbuds“, sagte Chen gegenüber TechCrunch.

Der Markt für sprachzentrierte Hardware zieht gerade deutlich an. Im vergangenen Jahr hatten Unternehmen wie Sandbar und Pebble Ringe für schnelle Notizen angekündigt. Chen setzt darauf, dass Subtle mit seinen Ohrhörern und der App Funktionen wie Diktat, KI-Chat und Sprachnotizen in einer einzigen Lösung bündeln kann, statt Nutzer auf mehrere Geräte und Dienste zu verteilen.

Die Ohrhörer kommen in Schwarz und Weiß auf den Markt, Vorbestellungen laufen bereits über die Website des Startups. Zunächst fokussiert sich Subtle auf den US-Markt; zu weiteren Regionen äußerte sich das Unternehmen noch nicht.

Subtle hat bislang 6 Millionen US‑Dollar eingesammelt und seine Modelle zur Geräuschisolierung bereits mit Consumer-Marken wie Qualcomm und Nothing integriert. Mit den neuen Ohrhörern will das Startup diese Technologie erstmals direkt in die Hände – oder besser: in die Ohren – der Endkundschaft bringen.

Sollte Subtle halten, was es verspricht, könnten die Voice Buds zu den auffälligeren KI-Gadgets auf der CES 2026 gehören – besonders für alle, die ihr Smartphone endlich zuverlässig per Stimme bedienen wollen.

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